Tag-Archiv | Asyl

Online-Petition: Bleiberecht für Bassam Antakly aus Syrien!

Eine Petition auf openpetition.eu:

Wir fordern vom deutschen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Erlauben Sie Bassam Antakly in Deutschland zu bleiben! Er war Regierungsgegner in Syrien und hat an Demonstrationen gegen die Politik Baschar al-Assads, gegen Korruption und für mehr Demokratie und die Wahrung der Menschenrechte teilgenommen. Dafür kam er ins Gefängnis und wurde gefoltert. Er kann nicht in seine Heimat zurück.

In Bulgarien hatte er für drei Jahre subsidiären Schutz erhalten. Dort war er menschenunwürdigen Gefängnissen und Lagern, rassistischen Angriffen und Diskriminierungen ausgesetzt. Man gab ihm keine Chance, sich ein Leben aufzubauen. Inzwischen wurde sein Asylantrag in Deutschland als unzulässig abgewiesen. Er kann jeden Moment abgeschoben werden.

Von:
tea e.V. (gemeinnütziger Verein aus Heilsbronn)

An das:
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

 

Selbsthilfe-App soll traumatisierten Flüchtlingen helfen

Mitteilung: Universität Leipzig

Forscher der Universität Leipzig entwickeln eine verhaltenstherapiebasierte Selbsthilfe-App für traumatisierte syrische Flüchtlinge in Deutschland und untersuchen diese anschließend auf ihre Wirksamkeit. Die arabischsprachige Selbsthilfe-App soll bei der Bewältigung von traumatischen Kriegs- und Fluchterfahrungen helfen. Bei positiver Wirkung wird die App 2020 für digitale Endgeräte wie Smartphones kostenfrei zur Verfügung gestellt. Weiterlesen

Urteil des Gerichtshofes der EU zur Frage, welcher Staat für Asylverfahren während der »Flüchtlingskrise« zuständig war

Der EuGH bekennt sich zum Status quo des funktionsuntüchtigen Dublin-Systems

Mitteilung: Pro Asyl

Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) hatte heute über eine in Teilen historische, in anderen Teilen höchst aktuelle Frage zu entscheiden. Gerichtshöfe Sloweniens und Österreichs hatten die Frage vorgelegt, ob die Einreise von Flüchtlingen, denen die kroatischen Behörden mit der Weiterbeförderung per Bus bis an die slowenische Grenze geholfen hatte, als legal im Sinne der Dublin-III-Verordnung anzusehen sei. Weiter stand zur Debatte, ob die Haltung der kroatischen Behörden der Erteilung eines Visums gleichgekommen sei. Slowenien und Österreich waren der Ansicht, dass die Einreise nach Kroatien illegal gewesen sei, sodass kroatische Behörden die Anträge auf internationalen Schutz hätten prüfen müssten. Weiterlesen

Leitfaden der GEW Bayern zu Abschiebungen aus Schulen und Betrieben

Informationen und Hinweise für Beschäftigte im Bildungsbereich

Mitteilung: GEW Bayern

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern hat in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Hubert Heinhold (München) einen Leitfaden (Downloadmöglichkeit am Ende der Mitteilung) erstellen lassen, der Beschäftigten im Bildungsbereich erläutert, welche Rechte und Pflichten sie im Falle einer Abschiebung von Personen aus ihren Einrichtungen haben.

„Mit dem Leitfaden wollen wir allen Kolleginnen und Kollegen in den verschiedenen Bildungseinrichtungen, also Schulen, Hochschulen, sozialpädagogischen Einrichtungen usw., nützliche Informationen zur Verfügung stellen“, so der Vorsitzende der GEW Bayern, Anton Salzbrunn. Die Grundaussage des Leitfadens ist, dass nach Bundesaufenthaltsgesetz keine Auskunftspflicht gegenüber der Polizei besteht. „Keine Kollegin und kein Kollege muss der Polizei mitteilen, an welchem Ort sich eine geflüchtete Person aktuell befindet“, so Anton Salzbrunn weiter.

Die zentrale Forderung der GEW mit allen beteiligten Pädagog*innen lautet nach wie vor, den Kinderrechten und dem international gültigen Menschenrecht auf Bildung (UN-Sozialpakt, UN-Kinderrechtskonvention und Charta der Grundrechte der EU) einen höheren Stellenwert einzuräumen als den nationalen aufenthaltsrechtlichen Vorschriften. Bildungseinrichtungen, so die Gewerkschaft, müssen Schutzräume sein!

Der nun erarbeitete Leitfaden, der auch bundesweit genutzt werden kann, unterstützt diese Forderung der GEW. Weil Pädagoginnen und Pädagogen, sowie Beschäftigte in Bildungseinrichtungen nicht direkt an Abschiebungen mitwirken müssen und gegenüber der Polizei nicht zur Auskunft verpflichtet sind, brauchen sie auch eine Handlungsorientierung, wie sie in konkreten Fällen verfahren können. Diese Orientierung soll der Leitfaden geben.

Die Bildungsgewerkschaft fordert mit Nachdruck eine sichere Aufenthaltsperspektive für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, nicht nur bis zum Abschluss ihres Bildungsweges bzw. ihrer Ausbildung sondern selbstverständlich auch darüber hinaus.

Sollten Abschiebungen während Schulbesuch, Integrationskursen, Qualifizierungsmaßnahmen oder anderen Bildungsmaßnahmen nicht aufhören, behält sich die GEW weitere Schritte vor.

 Download des Leitfadens

PM v. 20.6.2017
Elke Hahn
GEW Bayern
www.gew-bayern.de