Stefan Horndasch ließ sich im Chinook-Kampfhubschrauber nach Grafenwöhr fliegen

Debatte um Überflugverbot: Verwunderung über Aussagen des CSU-Fraktionsvorsitzenden – Keine objektiven Informationen im Kreistag zur Beeinträchtigung von Umwelt und Gesundheit

Mitteilung: Bürgerinitiative Etz langt’s!

Sehr verwundert haben Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) „Etz langt ́s!“ aus dem Landkreis Ansbach die in der Fränkischen Landeszeitung zitierten Aussagen des CSU-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Stefan Horndasch, zur Kenntnis genommen. Horndasch begründete seine Ablehnung der Forderung nach einem Überflugverbot von Wohngebieten für US-Kampfhubschrauber sinngemäß mit der Nichtzuständigkeit des Landkreises. Horndasch hatte jedoch nur wenige Tage vor der Abstimmung an einem PR-Termin der Army in Grafenwöhr teilgenommen. Wie das Landratsamt jetzt auf Anfrage der BI bestätigte, erfolgte An- und Rückreise von Horndasch per Chinook-Kampfhubschrauber.

Dazu kommentiert der BI-Vorstand: „Wenn der stellvertretende Landrat erklärt, nicht zuständig für den Schutz der Gesundheit der Menschen im Landkreis vor Lärm und Abgasen der US-Hubschrauber zu sein, muss er sich fragen lassen, ob diese Aussage nach seinem Freiflug mit dem US-Militär nach Grafenwöhr nicht etwas unglaubwürdig ist. Die Abgasbelastung dieses PR-Fluges dürfte mit Blick auf die Entfernung von rund 120 Kilometer Luftlinie in etwa der Jahresfahrleistung von zwei Dieselfahrzeugen entsprechen. Wir sind gespannt, ob ein Zusammenhang eines militärischen PR-Termins in der Oberpfalz mit Zuständigkeiten des Landkreises Ansbach hergestellt werden kann.“

Überdies habe der Kreistag keine objektiven Informationen zu den Beeinträchtigungen von Umwelt und Gesundheit durch den Betrieb der Kampfhubschrauberbasen Katterbach und Illesheim erhalten, erklärt die BI. Landrat Dr. Jürgen Ludwig hätte neben den zahlreichen referierenden Militärs zumindest Umweltverbände und Gesundheitsämter ebenfalls einbinden müssen.

PM v. 13.3.2018
Bürgerinitiative Etz langt’s!
www.etz-langts.de